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Madoff

Mehr denn je zuvor ist Deminor mit der Vertretung der Interessen von Investoren der sogenannten "Madoff feeder funds" beschäftigt. Es wurden inzwischen gerichtliche Verfahren in Luxemburg, den Niederlanden und in Monaco gegen verschiedene Parteien, darunter in erster Linie Banken und Wirtschaftsprüfer angestrengt, die als verantwortlich für die Verluste angesehen werden, welche von den Fonds und ihren Investoren erlitten wurden.


Die Gruppe der von Deminor vertretenen Investoren besteht aus mehr als 2.500 Investoren mit kombinierten Verlusten von ungefähr 400 Millionen Euro durch Investitionen in verschiedene Feeder-Fonds von Madoff. Demzufolge ist die Deminor-Gruppe nicht nur in Europa, sondern wahrscheinlich weltweit das größte Syndikat von Investoren in Feeder-Fonds geworden.


Mehr als zweieinhalb Jahre nach der Aufdeckung des Madoff-Skandals ist es für die Investoren noch immer unklar, welcher Teil ihres Investments potentiell wiedergewonnen werden kann. Insgesamt kann die Situation als von extremer Komplexität gekennzeichnet beschrieben werden. Es laufen Klageverfahren auf verschiedenen Ebenen, wie zum Beispiel von den US-Insolvenzverwaltern im Namen des Madoff-Nachlasses, von den Insolvenzverwaltern der „Madoff feeder funds" sowie von den Investoren selbst. Um die Angelegenheit noch komplizierter zu machen, hat der US-Insolvenzverwalter seinerseits die Feeder-Fonds verklagt, um so wie Gelder wir möglich in den Madoff-Nachlass zurückfließen zu lassen.


Außer dem frühen Vergleich seitens Santander hat bisher kein weiterer Fondsdienstleister irgendwelche Versuche zu einem Vergleich mit den Investoren unternommen. Trotz der überwältigenden Beweise, dass die Banken wie UBS, HSBC und Citco sowie Wirtschaftsprüferfirmen namentlich Ernst & Young und PriceWaterhouse Coopers darin versagt haben, in der erforderlichen Art und Weise BMIS (Bernard Madoff Investment Securities LLC) zu beaufsichtigen. In einigen Fällen haben sie es sogar vorgezogen bedeutende Risiken vor den Investoren zu verbergen und es wurde von ihnen bis jetzt noch kein Schritt in Richtung der Vorlage eines Entschädigungsplanes für die Anleger unternommen.


Das Gegenteil ist der Fall. Wir erleben in beinahe allen Gerichtsverfahren, dass die Banken und Wirtschaftsprüfer jedes zur Verzögerung des Verfahrens dienende taktische Mittel nutzen. Ihre Überzeugung, kein Fehlverhalten begangen zu haben sei ihnen gestattet. Dennoch bleibt und ist der beste Weg um eine Antwort auf die Frage "wer steht in der Haftung" durch ein unabhängiges Gericht zu erhalten, die tatsächliche Durchführung eines meritorischen Verfahrens. Die von ihnen benutzten prozessualen Taktiken sind eine Verschwendung von Zeit und erlegen allen betroffenen Parteien unnötige Kosten auf (die Gerichte und die Beklagten selbst eingeschlossen). Einige dieser Taktiken sind unvernünftig und, insbesondere in Luxemburg, sehen wir zu unserer Überraschung, dass die Gerichte diese in passiver Weise zulassen.


Rechtsunsicherheit hilft niemandem in diesem Fall. Wenn Banken und Wirtschaftsprüfer der Meinung sind, dass die Investoren schließlich ihren Rechtsstreit aufgeben, weil sie vom endlosen prozessualen Geplänkel ihrer Opponenten ermüdet sind, irren sie sich ganz einfach.


Dabei gibt es eine Gelegenheit, die von den Banken und Wirtschaftsprüfungsunternehmen nur am Schopf ergriffen zu werden brauchte. Der Anstrengungen der Wiedergewinnung des US-Insolvenzverwalters und der „distressed market" von Madoff-Forderungen lassen in zunehmendem Maße marktbasierte Kompensationsmechanismen zu, die verwandt sind mit jenen, die von bestimmten Banken im Windschatten der Lehman Brothers-Insolvenz getätigt wurden. Ja, dies wird Kosten für die Banken und Wirtschaftsprüfer verursachen. Aber das wird auf der Grundlage einer von diesen selbst durchgeführten Due Diligence geschehen, welche keine Überraschungen für diese zeitigen dürfte. Einerseits. Andererseits gibt es einen Preis für den Schnellsten unter jenen Banken und Wirtschaftsprüfer zu gewinnen, die bereit sind eine Führungsrolle dabei zu übernehmen. Bis heute überlassen sie Banco Santander diesen Preis.

 

Um merh Informationen über Madoff zu bekommen, bitte senden Sie uns ein Email nach madoff@deminor.com.